LMIV-Pflichtangaben

LMIV-Pflichtangaben. Geprüft je Artikel, aus einer Quelle.

Die LMIV schreibt für verpackte Lebensmittel zwölf Pflichtangaben vor, von der Bezeichnung bis zur Nährwertdeklaration. sugarize ist die LMIV-Software für Importeure, Distributoren und Multi-Marken-Hersteller in Lebensmittelindustrie und -handel. Sie liest Produktdaten aus GDSN, ERP, Excel und Etikett, prüft jeden Artikel gegen die Pflichtangaben der LMIV und spielt die freigegebenen Daten an Datenblatt, Händler-Feed und Artikelpass aus.

In der Demo prüfen wir eure eigenen Artikel gegen die LMIV-Pflichtangaben.

Ein Etikett wird gegen die LMIV geprüft: vier Pflichtangaben vollständig, die Allergenkennzeichnung fehlt, der Artikel ist nicht freigegeben LMIV-PFLICHTANGABEN BezeichnungOK ZutatenverzeichnisOK AllergenkennzeichnungFEHLT NährwertdeklarationOK InverkehrbringerOK 1 Pflichtfeld offen · nicht freigegeben
Die Pflichtangaben

Welche Pflichtangaben verlangt die LMIV?

Artikel 9 Absatz 1 der LMIV (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) nennt zwölf Pflichtangaben für vorverpackte Lebensmittel. Sie gelten für jeden, der Lebensmittel in der EU in Verkehr bringt, auch für Importeure und Handelsmarken, und im Onlineshop schon vor dem Kauf.

  • a) Bezeichnung des Lebensmittels
  • b) Verzeichnis der Zutaten
  • c) Allergene: Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe nach Anhang II
  • d) Menge bestimmter Zutaten oder Klassen von Zutaten
  • e) Nettofüllmenge
  • f) Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum
  • g) Besondere Anweisungen für Aufbewahrung oder Verwendung, falls nötig
  • h) Name oder Firma und Anschrift des Lebensmittelunternehmers
  • i) Ursprungsland oder Herkunftsort, wo Art. 26 es vorsieht
  • j) Gebrauchsanleitung, falls ohne sie die Verwendung schwierig wäre
  • k) Alkoholgehalt bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent
  • l) Nährwertdeklaration

Stand: Oktober 2026 · Primärquelle: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Art. 9 Abs. 1, auf EUR-Lex

Demo vereinbaren

So funktioniert es

Woher kommen die Daten für die LMIV-Prüfung?

sugarize liest alles, was ihr habt, und macht daraus einen Datensatz je Artikel. Habt ihr bereits ein PIM oder einen gefüllten Datenpool, liest sugarize daraus und verändert nichts ohne eure Freigabe.

  1. 01 EINLESEN

    Alles in eine Quelle

    sugarize liest alles, was ihr habt und macht daraus einen Datensatz je Artikel.

    • GDSN-Exporte aus Markant und anderen Datenpools, mit Hierarchie und allen Codelisten
    • ERP und Excel-Listen
    • Das Etikett selbst: Foto in die Dropzone, die KI liest Zutaten, Allergene und Nährwerte, ihr gebt frei
  2. 02 PRÜFEN

    Lücken sehen, bevor andere sie sehen

    Das Dashboard zeigt je Artikel, welche Pflichtfelder fehlen und für welche Regulierung.

    • GS1-Codes werden Klartext. Aus PANTAC wird Pantothensäure, aus E415 Xanthan als Verdickungsmittel
    • Nichts wird veröffentlicht, solange ein Pflichtfeld leer ist
  3. 03 AUSSPIELEN

    Eine Änderung, alle Kanäle aktuell

    Ein Wert wird einmal geändert und freigegeben. Katalog, Datenblatt, Feed, Aktionsseite und Artikelpass ziehen aus demselben Datensatz.

    • Ohne Agentur, ohne Versionsnummern im Dateinamen
    • Der Datenpool-Feed geht mit dem nächsten Sync-Lauf raus
Die Prüfung

Was prüft sugarize gegen die LMIV?

sugarize prüft jeden Artikel gegen die Pflichtfelder der LMIV und die Regeln seiner Warengruppe. Das Ergebnis ist kein PDF mit Paragrafen, sondern eine Liste: welcher Artikel, welches Feld, welche Regulierung, welche Frist.

  • Portfolio-Readiness je Regulierung, herunter bis zum einzelnen Artikel
  • Unterscheidet „leer“ von „ausdrücklich keine“: Ein Artikel ohne Allergene ist erst dann in Ordnung, wenn das jemand bestätigt hat
  • Regulierungsprofile je Warengruppe, zentral gepflegt und versioniert. Kommt eine Rechtsänderung, gilt sie für alle Kunden gleichzeitig
  • Nichts wird veröffentlicht, solange ein Pflichtfeld leer ist

Neben der LMIV prüft dieselbe Analyse EmpCo und PPWR mit. Alle acht Regelwerke im Überblick: Compliance-Check.

Readiness einer Testmarke66 Basisartikel, realer Datenpool
PrüffeldArtikel vollständig
Rechtliche Bezeichnung (LMIV)66 / 66
Nährwertdeklaration (LMIV)63 / 66
Zutatenverzeichnis (LMIV)59 / 66
Allergenkennzeichnung (LMIV), 14 Artikel ohne Eintrag47 / 66
Onlinehandel

Gilt die LMIV auch im Onlineshop?

Ja. Nach LMIV Art. 14 müssen die Pflichtangaben, darunter Allergene, im Fernabsatz schon vor Vertragsschluss verfügbar sein, nicht erst bei Lieferung. Ausgenommen ist nur das Mindesthaltbarkeitsdatum. Fehlt die Angabe im Shop, ist das ein Verstoß, unabhängig davon, ob sie auf der Verpackung steht.

Eine Adresse je Artikel

Der Artikelpass zeigt alle Pflichtangaben je Artikel unter einer festen Adresse nach GS1 Digital Link.

Verlinken statt abtippen

Onlineshops verlinken auf dieselbe Seite statt Daten abzutippen. Der Außendienst hat sie am Regal auf dem Handy.

Der Code bleibt gültig

Ändert sich die Rezeptur, ändert sich die Seite, der gedruckte Code bleibt gültig.

Kein digitaler Produktpass

Der digitale Produktpass nach ESPR gilt nicht für Lebensmittel. Der Artikelpass ist ein freiwilliges Informationsangebot auf Basis der Pflichten, die heute schon gelten.

Mehr zum Artikelpass

Was dazukommt

Dieselben Artikel. Gegen alle Regelwerke geprüft.

Stand: Oktober 2026 · Primärquellen: LMIV (EU) Nr. 1169/2011 · EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825

EmpCo und PPWR

Ab dem 27. September 2026 brauchen Siegel und Umweltaussagen nach EmpCo einen Beleg. Dieselbe Analyse prüft EmpCo und PPWR mit, neben der LMIV. 20 Artikel kostenlos.

Zum Compliance-Check →

Datenpool und PIM

Den GDSN-Datenpool ersetzt sugarize nicht, es beliefert ihn. Ein PIM kann sugarize ersetzen, wenn ihr keins habt. Habt ihr eins, liest sugarize daraus.

Zur Anbindung →

Die Verantwortung

Wer haftet für fehlende Pflichtangaben?

Die Verantwortung liegt beim Inverkehrbringer, also bei dem, dessen Name auf der Packung steht, nicht beim Händler und nicht beim Datenpool-Betreiber. Das gilt auch für den Onlineshop eines Händlers, der eure Daten ausspielt. Fehlende oder falsche Pflichtangaben sind abmahnfähig, und der Händler kann bei euch Regress nehmen.

877Spalten je Artikel im Markant-Export
14 von 66Artikel einer realen Marke ohne Allergenangabe
20 Min.Handpflege je Artikel im Händlerportal
Häufige Fragen

Häufige Fragen zu LMIV und Pflichtangaben

Was ist die LMIV und für wen gilt sie?

Die LMIV (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) regelt, welche Angaben auf verpackten Lebensmitteln stehen müssen: Bezeichnung, Zutaten, Allergene, Nährwerte, Inverkehrbringer. Sie gilt für jeden, der Lebensmittel in der EU in Verkehr bringt, auch für Importeure und Handelsmarken. Verantwortlich ist, wessen Name auf der Packung steht, nicht der Hersteller im Ausland.

Wir importieren nur. Sind wir trotzdem Inverkehrbringer?

Ja. Entscheidend ist nicht, wer produziert, sondern wer die Ware zuerst in Deutschland bereitstellt oder unter eigenem Namen vertreibt. Importeure übernehmen damit die Herstellerpflichten für Kennzeichnung, Verpackungsregistrierung und Produktsicherheit, unabhängig davon, wo der eigentliche Hersteller sitzt.

Was passiert, wenn ein Pflichtfeld im Datenpool leer bleibt?

Das Risiko liegt beim Inverkehrbringer, nicht beim Datenpool-Betreiber: Bußgelder, Abmahnungen, im schlimmsten Fall Vertriebsstopp für den Artikel. sugarize unterscheidet dabei „leer“ von „ausdrücklich keine“. Ein Artikel ohne Allergene gilt erst dann als in Ordnung, wenn das jemand bestätigt hat, nicht schon, wenn das Feld ungefüllt ist.

Ersetzt sugarize unseren Datenpool oder unser PIM?

Den GDSN-Datenpool (Markant, Atrify, 1WorldSync) nicht. Der ist der Transportweg zum Handel und bleibt es, sugarize beliefert ihn. Ein PIM kann sugarize ersetzen, wenn ihr keins habt: Dann ist sugarize das führende System für eure Produktdaten. Habt ihr eins, liest sugarize daraus und verändert nichts ohne eure Freigabe.

Wie zuverlässig liest die KI ein Etikett?

Gut genug, um die Handeingabe zu ersetzen, nicht gut genug, um ohne Kontrolle zu veröffentlichen. Deshalb zeigt sugarize jedes erkannte Feld neben dem Etikett und übernimmt nichts ohne eure Freigabe.

Ist Nutri-Score in Deutschland Pflicht?

Nein, die Teilnahme ist freiwillig. Wer sich dafür entscheidet, muss ihn nach der offiziellen Berechnungslogik anwenden und darf ihn dann nicht willkürlich weglassen. Im Artikelpass-Muster von sugarize ist ein simulierter Nutri-Score ausdrücklich als Simulation gekennzeichnet, solange die Marke nicht registriert ist.

Was kostet das?

Der Preis richtet sich nach der Zahl der Marken oder aktiven Artikel, nicht nach Nutzern. Der Einstieg ist kostenlos: Ihr schickt einen Export, wir prüfen 20 Artikel gegen LMIV, EmpCo und PPWR und bauen für fünf davon Datenblatt und Artikelpass. Danach wisst ihr, ob es sich für euch rechnet.

Kontakt

Zeigt uns eure Artikel. Wir zeigen euch, welche LMIV-Pflichtangaben fehlen.

Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen mit Terminvorschlägen.